1. +++ (SEM)

Laut Bundesregierung liegt die Anzahl der Betroffenen, die sich aufgrund ihrer körperlichen Konstitution weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnen lassen, zwischen 8000 und 10.000 (Bundestagsdrucksache 16/4786).
Betroffenenverbände hingegen betonen, dass die Zahl sogar um ein Zehnfaches höher liegt.
Betroffenenorganisationen machten in den letzten Jahren immer wieder darauf aufmerksam, dass auch heute noch Genitalorgane bei intersexuellen Kindern entfernt und verändert werden, ohne dass dies zwingend erforderlich wäre.
Das große Leid, das die Betroffenen ihr Leben lang begleitet, spiegelt der Bericht des Deutschen Ethikrates eindrücklich wider, der 2012 veröffentlicht wurde.
Die Empfehlungen des Ethikrates beziehen sich sowohl auf grundlegende Änderungen in der medizinischen Diagnostik und Therapie, auf Änderungen im Personenstands- und Familienrecht wie auch auf begleitende psychosoziale Angebote für Eltern und die Betroffenen selbst.

Datum: 2013-03-04; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerin-steffens-internetportal-fuer-intersexuelle-menschen-gestartet;
Themen: Geschlechtsraster # ?, Babys # ?, Personenstandsrecht # ?, Emanzipation # ?, deutscher Ethikrat # ?, Alter # ?, Pflege # ?, Selbsthilfegruppen # ?, Betroffenenorganisationen # ?, Genitalorgane # ?

2. +++ (SEM)

"Wenn der Bund die Betroffenen in der Pflege wirklich ernst nehmen will, muss er ihnen im Rahmen der Pflegeform ein echtes Stimmrecht in den maßgeblichen Entscheidungsgremien einräumen", erklärte Ministerin Steffens.
"Es reicht nicht aus, dass die Vertretungen der rund 2,5 Millionen Pflegebedürftigen zwar mitreden, aber nicht mitentscheiden dürfen", so Steffens weiter.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung fordert deshalb ein Stimmrecht der Betroffenenorganisationen im neuen Gremium der Qualitätssicherung in der Pflege.
Auch der Bundesrat hat sich dieser Forderung am vergangenen Freitag in seiner Stellungnahme zum Pflegestärkungsgesetz II auf Antrag Nordrhein-Westfalens angeschlossen.
Ministerin Steffens: "Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Betroffenen nur mitreden dürfen, am Ende aber wieder nur die Pflegekassen und die Leistungsanbieter stimmberechtigt sind, wenn es um Fragen der Pflegequalität geht."

Datum: 2015-09-29; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerin-steffens-pflegereform-muss-betroffenen-eine-stimme-geben;
Themen: Betroffenenverbände # ?, Pflegebedürftige # ?, Pflegereform # ?, Mitspracherechte # ?, Pflegeministerin # ?, Pflegekassen # ?, Forderungen # ?, Augenhöhe # ?, Fragen der Pflegequalität # ?, Gremium der Qualitätssicherung # ?