1. +++ (SEM)
Derzeit seien zwar nur 2,5 Prozent der über 64-Jährigen auf soziale Grundsicherung angewiesen.
"Das Risiko von Altersarmut steigt aber stetig, denn befristete Arbeitsverträge, Zeiten der Arbeitslosigkeit und Beschäftigung zu Niedriglöhnen sind inzwischen zur Normalität geworden.
Die Einkommensarmut von heute ist die Altersarmut von morgen", so Schneider weiter.
Die Bundesregierung aber gehe das Problem der prekären Beschäftigung nicht an, der Gesetzentwurf der Ländermehrheit zum Mindestlohn werde immer wieder vertagt.
Und auch bei der Rente selbst - beispielsweise der Rente nach Mindesteinkommen, der rentenrechtlichen Besserstellung von Hartz-IV-Empfängern und der Einführung einer Solidarrente - bleibe die Bundesregierung untätig.
Datum: 2013-06-27;
aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/minister-schneider-die-bundesregierung-muss-die-rente-demographiefest-machen-nrw;
Themen: Altersarmut
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2. +++ (SEM)
"Der Sozialbericht NRW 2012 hat gezeigt, dass sich die Armut in unserem eigentlich reichen Land verfestigt", sagte Schneider: Die Armutsrisikoquote sei demnach von 14,7 Prozent im Jahr 2010 auf 15,8 Prozent in 2011 gestiegen.
Und eine Studie seines Ministeriums habe kürzlich ergeben, dass die Hälfte der rund 1,7 Millionen Minijobberinnen und Minijobber in NRW weniger als 8,50 Euro verdient und mehr als 65 Prozent von ihnen noch nie den ihnen gesetzlich zustehenden bezahlten Urlaub genommen haben.
"Deshalb müssen wir uns insbesondere um die Vermeidung von Einkommensarmut und die Bekämpfung prekärer Beschäftigung kümmern", so der Minister.
NRW habe gemeinsam mit Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein eine Initiative für einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro in den Bundesrat eingebracht, sagte Schneider weiter.
Darüber hinaus arbeite NRW mit anderen Ländern an einer weiter gehenden Bundesratsinitiative, die beispielsweise auch den Missbrauch von Werkverträgen und Minijobs zum Thema haben wird.
Datum: 2013-04-10;
aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/minister-schneider-wir-muessen-den-sozialstaat-wetterfest-machen-sozialminister;
Themen: Jahresempfang des Sozialverbands
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3. +++ (SEM)
Die Ergebnisse des Sozialberichts zur Verteilung des Vermögens zeigen, dass die Ungleichheit der Einkommensverteilung von 2018 bis 2024 weiter angestiegen ist.
Zudem wuchs das Arbeitnehmerentgelt deutlich geringer als das Vermögenseinkommen.
Der Bericht bestätigt erneut, dass Arbeit immer noch der beste Schutz vor Armut ist: Während im Jahr 2024 fast die Hälfte der Erwerbslosen von relativer Einkommensarmut betroffen waren, galt dies nur für 8,7 Prozent der Erwerbstätigen.
Karl-Josef Laumann: "Mit der Fachkräfteoffensive setzen wir deshalb bewusst einen Schwerpunkt auf die Arbeitsmarktintegration.
Dabei haben wir auch die jungen Menschen im Blick, denn eine Ausbildung ist der Schlüssel für einen erfolgreichen Weg in den Arbeitsmarkt und damit der beste Schutz vor Armut.
Datum: 2026-07-14;
aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/landesregierung-legt-sozialbericht-nrw-2026-vor;
Themen: Reichtum
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