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Herzstück des 2022 modernisierten Konzepts der Suizidprävention im nordrhein-westfälischen Justizvollzug ist die Ernennung von Suizidpräventionsbeauftragten in allen Anstalten.
Diese Beauftragten - vollzugserfahrene Psychologen mit umfangreicher Fachschulung - sind für die Erstellung anstaltsbezogener Präventionskonzepte, die regelmäßige Schulung aller Bediensteten, die Überprüfung suizidpräventiver Strukturen sowie die systematische Aufarbeitung stattgefundener Suizide und Suizidversuche in Suizidkonferenzen zuständig.
Ergänzt wird dies durch ein mehrstufiges Screening-System: Neben dem Erstscreening bei Aufnahme erfolgen Folgescreenings im ersten Jahr des Haftverlaufs sowie anlassbezogen, etwa nach einem Gerichtsurteil oder privaten Krisen.
Suizidgefährdete Gefangene werden intensiv je nach Gefährdungsgrad in verschiedenen Stufen betreut.
Dabei stehen als Sicherungsmaßnahmen unter anderem die gemeinschaftliche Unterbringung, unregelmäßige Beobachtungen sowie die ununterbrochene Kameraüberwachung zur Verfügung.
Datum: 2026-07-10;
aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/anerkennung-fuer-innovative-suizidpraeventionsarbeit-jva-koeln-ausgezeichnet;
Themen: Suizidpräventionsabteilung der JVA
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