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Das junge und interdisziplinäre Wissenschaftsgebiet Genderforschung hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Gender Bias, also dem geschlechtsbezogenen Verzerrungseffekt durch Formulierungen, gedankliche Annahmen oder statistische Fehler, mit eigenen Forschungen zu begegnen.
So geht sie beispielsweise der Frage nach, warum in der Medizin ein Herzinfarkt bei Frauen später diagnostiziert wird als bei Männern oder warum im Marketing mit Geschlechterbildern so viel Geld verdient wird, warum die Musikwissenschaft nach wie vor so wenige Komponistinnen kennt oder auch warum Intersexualität erst jetzt Thema in der Gesundheitsversorgung wird.
Aktuell gibt es an den 37 nordrhein-westfälischen Hochschulen insgesamt 67 Professuren, die sich ausschließlich oder teilweise mit der Genderforschung befassen.
Seit 2016 wurden Genderprofessuren insbesondere in Fachdisziplinen wie der Medizin oder den Natur- und Wirtschaftswissenschaften eingerichtet.

Datum: 2019-03-08; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/exzellente-genderforschung-land-nordrhein-westfalen-schafft-neuen;
Themen: exzellente Genderforschung # ?, neuer Wissenschaftspreis # ?, Bewerbungsfrist # ?, Wissenschaft von Nordrhein-Westfalen # ?, wissenschaftlicher Nachwuchs # ?, Geschlechterbilder # ?, Komponistinnen # ?, akademische Laufbahn # ?, bemerkenswerte Forschungsarbeiten # ?, eigene Forschungen # ?