1. +++ (SEM)

Die Bundesregierung muss endlich an die Ursachen des massiven Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung ansetzen, an den Haltungsbedingungen.
Der teilweise nicht mehr verhältnismäßige Einsatz dieser Medikamente in der Massentierhaltung ist insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von Resistenzen verantwortungslos.
Reserveantibiotika können für Menschen lebensrettend sein und müssen der Humanmedizin vorbehalten bleiben.
" Zum Hintergrund:
Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat bereits mit zwei Studien belegt, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast inzwischen gängige Praxis ist, die antibiotikafreie Tiermast hingegen nur noch die Ausnahme:

Datum: 2014-11-25; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/minister-remmel-einsatz-von-antibiotika-der-intensivtierhaltung-ist-alarmierend;
Themen: Putenhaltung # ?, Intensivtierhaltung # ?, NRW-Verbraucherschutzministerium # ?, Zuchtdurchgänge # ?, neuer Fachbericht # ?, massenhafter Einsatz # ?, Ausmaß # ?, massiver Einsatz # ?, Geflügelbranche # ?, Putenmast # ?

2. +++ (SEM)

Allerdings kommt die Bundesregierung diesem nicht nach.
Die Novelle, die zu einer Reduzierung der ca. 1 700 Tonnen jährlich in der Tierhaltung verabreichten Antibiotika führen soll, reicht bei weitem nicht aus.
Remmel: "Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass dem ungezügelten Einsatz von Reserveantibiotika in der Tierhaltung ein Riegel vorgeschoben wird.
Reserveantibiotika sind wichtige Medikamente in der Humanmedizin und haben in der Tiermast nichts zu suchen.
" Weitere Kritikpunkte aus Sicht von NRW sind die Nichteinbeziehung aller Produktionsstufen, unzureichende Meldepflichten für Tierärztinnen und Tierärzte, die Verweigerung einer bundeseinheitlichen Datenbank mit Zugriff auf die Daten einzelner Betriebe sowie die Ablehnung von Ministerin Aigner, ein Minimierungsziel im Gesetz festzuschreiben. "

Datum: 2013-03-22; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/minister-remmel-laender-werden-aigner-gesetz-zum-antibiotika-einsatz-der-tiermast;
Themen: Vermittlungsausschuss # ?, Aignergesetz # ?, Länder # ?, Patsche # ?, Bundesregierung # ?, Bundesrat in Berlin # ?, Reserveantibiotika # ?, Tierhaltung # ?, Antibiotikaeinsatz # ?, Tonne # ?

3. +++ (SEM)

Sie sind hier:
1. Startseite 2. NRW informieren 3. Pressemitteilungen 4.
Lebensrettende Reserveantibiotika müssen in der Tierhaltung verboten werden
Minister Remmel: Lebensrettende Reserveantibiotika müssen in der Tierhaltung verboten werden
NRW-Initiative: Ministerinnen und Minister fordern auf Agrarministerkonferenz gesetzliche Regelungen für Reserveantibiotika

Datum: 2015-03-16; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/minister-remmel-lebensrettende-reserveantibiotika-muessen-der-tierhaltung-verboten;
Themen: antibiotische Substanzen # ?, lebensrettende Reserveantibiotika # ?, Resistenzen # ?, Stoffgruppen # ?, gesetzliche Regelungen # ?, Agrarministerkonferenz # ?, Veterinärmedizin # ?, Fleisch # ?, Ministerinnen # ?, Putenhaltung # ?

4. +++ (SEM)

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im unteren Drittel der Versorgungsdichte.
Quelle: GERMAP 2012
* Zwar ist die Menge der ambulant verordneten Antibiotika in Deutschland seit Jahren relativ konstant, aber der Anteil der Reserveantibiotika, die besonders schwerwiegenden Erkrankungen vorbehalten sein sollen, steigt.
Der Einsatz von Reserveantibiotika erhöht das Risiko für Resistenzbildungen.
Quelle: GERMAP 2012

Datum: 2015-11-03; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerin-steffens-startet-landesweite-kampagne-nur-wenns-sinn-macht-antibiotika;
Themen: Abbildung # ?, Antibiotikum # ?, resistente Bakterien # ?, Teeglas # ?, landesweite Aufklärungsaktion # ?, Plakate # ?, Aufklärungskampagne # ?, Husten # ?, verantwortungsvoller Einsatz # ?, Broschüren # ?

5. +++ (SEM)

Dies bestätigte das NRW-Verbraucherschutzministerium.
Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden Mitte 2012 etwa 19,5 Tonnen tiefgefrorenes Putenfleisch aus Rumänien nach NRW verbracht und weiterverarbeitet, das den zulässigen Grenzwert für Antibiotika teilweise deutlich überschreitet.
In zwei Eigen-Kontrollproben wurde ein Gehalt von 1832 Mikrogramm je Kilogramm Fleisch (µg/kg) und 2771 µg/kg des Reserve-Antibiotikums Enrofloxacin festgestellt, obwohl eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des rumänischen Exporteurs vorliegt.
Gemäß EU-Verordnung Nr. 37/2010 ist die Rückstandshöchstmenge für den pharmakologisch wirksamen Stoff Enrofloxacin von 100 µg/kg in den vorliegenden Proben mehrfach überschritten worden.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Datum: 2013-03-15; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/nrw-verbraucherschutzministerium-belastetes-putenfleisch-aus-rumaenien-nach;
Themen: belastetes Putenfleisch # ?, Antibiotika # ?, Putenbrust # ?, Reserveantibiotikum # ?, Rückstandshöchstmenge # ?, UN-Bedenklichkeitsbescheinigung # ?, rumänischer Exporteur # ?, NRW-Verbraucherschutzministerium # ?, zulässiger Grenzwert # ?, Kilogramme # ?