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Mit der Verhaftung des ehemaligen Inhabers der "Alten Apotheke Bottrop" Ende 2016 wurde bekannt, dass über Jahre hinweg parenterale Krebstherapeutika hergestellt und abgegeben wurden, die eine reduzierte Wirkstoffmenge oder keinen Wirkstoff enthielten.
Über 50 Prozent der damals sichergestellten Zubereitungen, die an dem Tag der Verhaftung durch die Apotheke an Onkologen ausgeliefert werden sollten, erwiesen sich nach Untersuchung als minderdosiert oder gänzlich frei von Wirkstoff.
Der volle Umfang der Taten des mittlerweile zu zwölf Jahren Haft und einem lebenslangen Berufsverbot nach höchstrichterlicher Bestätigung rechtskräftig Verurteilten bleibt bis heute unklar.
Das Vertrauen in eine ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung wurde durch diesen Fall schwer erschüttert.
Nachdem eine Machbarkeitsstudie gezeigt hatte, dass eine Vergleichsstudie anhand von Krankenkassendaten prinzipiell durchführbar ist und für die Krankheitsbilder Brustkrebs und Blut-/Lymphdrüsenkrebs statistisch belastbare Ergebnisse erbringen kann, wurde die Vergleichsstudie vom nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben.

Datum: 2023-12-21; aus: https://www.land.nrw/pressemitteilung/bottroper-apothekerskandal-auch-erweiterte-vergleichsstudie-zeigt-keine-hoeheren;
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